Bermann und Co. ziehen mit Erfolg einen Wäschehandel auf (c) X-Verleih-AG

Das (Über-)Leben ist ein Witz

Ein Film über einen Juden, der in der Nachkriegszeit im Wäschehandel durchstarten will

Filme über die Verbrechen der Deutschen am jüdischen Volk gibt es einige, aber diese 1946/47 spielende Verfilmung zweier mit Familienbiografien bestückter Romane erzählt von einer kleinen Bevölkerungsschicht, die bisher fast nie in Filmen (oder ­anderswo) behandelt wurden: jenen Juden, die sich nach Kriegsende aus freien Stücken entschieden, in Deutschland zu verbleiben.

Der 1948 in Deutschland geborene und aufgewachsene Sam Garbarski (Irina Palm)zog mit Anfang zwanzig in seine neue Wahlheimat Belgien und der neue Film des Regisseurs wurde von seinen beiden Heimatländern zusammen mit Luxemburg koproduziert. Das Drehbuch schrieb Garbarski gemeinsam mit dem Verfasser der Buchvorlagen Die Teilacher (2010) und Machloikes (2011), in denen der 1945 in einem Schweizer Internierungslager geborene Michel Bergmann sich reichlich von seiner Familiengeschichte inspirieren ließ, insbesondere vom Schicksal seines Vaters und Onkels. (Die in vielfarbigem Jiddisch gehaltenen Portionen der Dialoge sind übrigens ohne Vorwissen verständlich, dies nur als Entwarnung.)

Diemuth Schmidt

 

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 Start: 6. April

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