Szene aus »Gott wartet an der Haltestelle« (c) Krafft Angerer

Wunderbar weiblich

Neun zeitgenössische Theaterproduktionen wurden zum »Festival für junge Regie« ins Volkstheater eingeladen - darunter allein sechs Arbeiten von Regisseurinnen.

Hans-Georg Küppers hat einen kleinen Sieg errungen. Das Festival Radikal Jung hat einen neuen Untertitel: Nicht mehr von jungen Regisseuren ist da die Rede, es heißt jetzt schlicht »Das Festival für junge Regie«. Lange hat der Kulturreferent das angemahnt, jetzt, im 13. Jahr, ist sie da, die kleine »Revolution«. »Vielleicht heißt es ja bald Festival junger Regisseurinnen«, denkt Küppers bei der Pressekonferenz noch einen Schritt weiter. Undenkbar ist das nicht, schließlich haben die Frauen ganz ohne Quote deutlich aufgeholt: Sechs der neun eingeladenen Produktionen stammen von jungen Regisseurinnen. Doch natürlich steht die Genderthematik nicht im Vordergrund bei diesem jung gebliebenen Festival. Vielmehr geht es nach wie vor darum, »eine neue Generation von Theatermachern zu fördern und einen Blick auf die Theaterlandschaft von morgen zu werfen«, so Küppers. Im Zentrum steht dieses Mal das Individuum und seine Verortung in der Gesellschaft. Der Jury ging es darum, eine größtmögliche Vielfalt zu präsentieren, so Kilian Engels, der wie immer mit C. Bernd Sucher und Annette Paulmann die Jury bildete. 

Anne Fritsch

 

Lesen Sie die ganze Kritik in der Printausgabe.

 


Radikal Jung - Festival für junge Regie.

28. April bis 7. Mai, Volkstheater. 

Karten: Tel. (089) 5 23 46 55.

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