Schauspieler des Thikwa-Theaters (c) David Balzer

TamS-Theater

8. Grenzgänger-Festival

Was vor acht Jahren als ein Versuch startete – Künstlern mit Behinderung zehn Tage lang eine Bühne zu bereiten –, hat sich mittlerweile zu einem festen Termin im Theaterkalender der Stadt entwickelt. Das Grenzgänger-Festival geht in seine achte Runde und es zeigt, dass dabei Inklusion längst nicht mehr im Vordergrund steht, sondern das Theater und die Künstler. Menschen, die ihre Zuschauer berühren und sie an ihrer Welt teilhaben lassen. Durch ihre Arbeiten räumen sie mit Ressentiments auf und bauen dabei vielleicht sogar die ein oder andere Barriere ab. 

In diesem Jahr treten Künstler aus Luxemburg, Italien, Österreich, England, Berlin, Passau, Reutlingen und München auf. Das Theater Die Tonne aus Reutlingen versucht in Charlie (30.3.), den Mythos um den Jahrhundertkomiker Charlie Chaplin zu lüften. Das Theater Thikwa aus Berlin zeigt in Zwillinge (5. und 6.4.), wie autistische Menschen die Welt wahrnehmen. In Wat(t) nu (4.4.) setzen sich die 13 Schauspieler des collectif DADOFONIC aus Luxemburg mit der Absurdität des menschlichen Daseins auseinander und bilden den täglichen Kampf des Individuums ab. Wie unterschiedlich Menschen mit Verlust umgehen, erzählt die Stopgap Dance Company aus dem englischen Surrey. In The Enormous Room (31.3. und 1.4.) verlieren Vater und Tochter ihre geliebte Ehefrau und Mutter. Während Dave sich abschottet, versucht seine Tochter Sam, die Erinnerungen hinter sich zu lassen und einen neuen Start zu wagen. Neben dem Theaterprogramm stellt der Maler Hannes Gaensslen in der TamS-Garage seine Bilder unter dem Ausstellungstitel Die grosse Welle aus. Seine Motive erinnern an Wellen und sie illustrieren das Auf und Ab seiner Gefühle und Empfindungen.

 

Maria Romanska 


30. März bis 8. April, TamS-Theater.

Karten: Tel. (089) 34 58 90 oder grenzgaenger-theater.de.

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