Szene aus »Dame Gothel« (c) Piotr Rybkowski

Kammerspiele, HochX, Pathos

Freischwimmer

Drei Theater, fünf Künstlergruppen, eine Stadt, eine Mission: »Family Affairs«. Das Freischwimmer Festival für Theater, Performance und Live-Art geht in die neunte Runde und kommt zum ersten Mal nach München. Vier Tage lang setzen sich Nachwuchskünstler aus Österreich, der Schweiz und Deutschland mit einem Thema auseinander, das angefangen vom engsten Familienkreis bis hin zur großen politischen Weltbühne über Schicksale entscheidet: Fehler. Niemand will sie wiederholen und tappt dabei von einem in den nächsten. Die Produktionen spielen mit Klischees, sie hinterfragen gesellschaftliche Strukturen und Vereinbarungen sowie die eigenen Biografien der Künstler. 

Während sich das Kollektiv Rylon aus Düsseldorf mit Paarbeziehungen auseinandersetzt, blickt das Kollektiv ScriptedReality aus der Schweiz in seinem postapokalyptischen Lehrstück auf Europa und bezieht dabei das Publikum stark ein. Die Wiener Tänzerin und Performerin Veza Fernández sowie die Berliner Künstlerin Anna Natt fragen in ihren Performances, ob sich Rollen in unserer Gesellschaft umdefinieren lassen, und K.U.R.S.K. sucht in Leopardenmorde nach modernen Möglichkeiten politischer Kunst. Das Festival ist eine Kooperation von den Münchner Kammerspielen, HochX und Pathos München. Gespielt wird im HochX, dem Pathos, den Kammerspielen sowie Schwere Reiter und Import Export. München ist der letzte Halt für Freischwimmer 2016/2017. Zuvor wurden die Produktionen in Zürich, Berlin, Wien, Frankfurt und Düsseldorf gezeigt.

Maria Romanska 


7. bis 11. April, Theater HochX, Kammerspiele, Pathos, Schwere Reiter, Import Export.

Informationen: freischwimmer-festival.com

Karten: München Ticket

 

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