Preisträger Sigi Zimmerschied  (c) Dr. Christian Pacher

Der Große Karl-Valentin-Preis

Verleihung an Sigi Zimmerschied

Es ist ja nicht so, dass Sigi Zimmerschied bisher noch keine Auszeichnungen bekommen hätte. Der gebürtige Passauer erhielt im Laufe seiner inzwischen rund 40-jährigen Bühnenlaufbahn unter anderem den Deutschen und den Österreichischen Kleinkunstpreis sowie den Österreichischen Kabarettpreis. Sein neuester Preis dürfte aber doch relativ einzigartig sein: Er besteht nämlich aus rein gar nichts. Keine Medaille, kein Pokal, kein Preisgeld. Er wird auch nicht regelmäßig vergeben, sondern nur »hie und da«. Und er geht auch nicht an Künstler einer bestimmten Sparte oder einer speziellen Region. Irgendwie ist er geradezu anarchisch. Der Große Karl-Valentin-Preis dürfte damit also ganz im Sinne seines berühmten Münchner Namenspatrons sein. Und passt ganz ausgezeichnet zum aktuellen Preisträger. Wie auch Valentin ist Sigi Zimmerschied ein höchst unbequemer Künstler, eine »Gestalt, an der man zu kauen hat«, so Jury-Mitglied und Valentin-Biograf Alfons Schweiggert. Mit seinem ätzenden, zum Teil auch derben Humor, seinem erbarmungslosen Hinschauen und Hinzeigen, wo‘s wehtut, und seiner Wortgewalt ist der Kabarettist mit der bemerkenswerten Mimik unbequem und verstörend. Aber eben auch urkomisch, hintergründig und schräg. Und schräg dürfte auch die »Preisvergabe« werden, bei der dann ja »nichts« vergeben wird! Immerhin spielen Coconami, Bauernfünfer und Kofelgschroa und die Laudatio hält Luise Kinseher. In Sachen »Unterhaltung« ist also nicht nichts zu erwarten.

Verena Reichl

 


19. März, 11.10 Uhr, Volkstheater.

Karten: Tel. (089) 5 23 46.

 

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