Die Kölner Kabarettistin Eva Eiselt  (c) Sandra Stein

Eva Eiselt

Vielleicht wird alles vielleichter

»Vielleichter« – was soll das denn sein, mag sich der ein oder andere angesichts des Titels von Eva Eiselts neuem Programm fragen. Und damit sind wir schon mittendrin: Die Welt wird immer komplexer, der Mensch versteht immer weniger. Da kann es doch ganz hilfreich sein, dass die Kölner Kabarettistin ein wenig vom Baum der Erkenntnis genascht hat. Mit dessen Hilfe kommt sie nämlich zu recht aufschlussreichen und überraschenden Ergebnissen. Nicht zuletzt wegen einer Apfelallergie.Wie immer bei Eva Eiselt werden ihre »Erkenntnisse« von den verschiedensten Charakteren präsentiert. Mit enormem Körpereinsatz, massenhaft Dialekten und nicht zuletzt mit ihrer Schauspielkunst bringt die 41-Jährige einen wahren Kosmos von Alter Egos auf die Bühne. »Ich beobachte einfach sehr genau die Menschen in meiner Umgebung. Fallen mir bestimmte Verhaltensmuster immer wieder auf, dann verarbeite ich das in meinem Programm«, so die Künstlerin in einem Interview. Und wie in ihren vorhergegangenen Programmen mischt sie auch diesmal Sozialkritisches mit chaotischem Nonsens, irritierende Themen mit Schenkelklopfern. Zwischen deutscher Eiche und Selfiestange, zwischen Saunaaufguss und Grillfesten, zwischen Kulturmanagement und Kinderspielplatz springt sie hin und her, um die »Vielosophie« ihrer Zeitgenossen zu verstehen. Oder zu hinterfragen? Abwarten. Angucken. Vielleicht wird alles viel leichter.

Verena Reichl

 


27. April, 20 Uhr, Lach- und Schießgesellschaft.

Karten: München Ticket.

 

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